Wissenschaftspreis „Zukunft der Arbeitswelt“ vergeben
Termine und NachrichtenVolksbank Kurpfalz Stiftung und ZEW Mannheim würdigen Nachwuchswissenschaftlerinnen
Die Volksbank Kurpfalz Stiftung und das ZEW Mannheim verliehen gestern zum zwölften Mal den Wissenschaftspreis „Zukunft der Arbeitswelt“. Prämiert wurden jeweils eine herausragende Dissertation und eine Masterarbeit der Wirtschaftswissenschaften aus der Metropolregion Rhein-Neckar. Der Preis für die beste Dissertation geht an Cäcilia Lipowski, Ph.D. Über die Auszeichnung für die beste Masterarbeit freut sich Maren Ehrgott.
Prof. Dr. Nicolas Ziebarth, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Arbeitsmärkte und Sozialversicherungen“ sowie Professor für Volkswirtschaftslehre und Arbeitsmarktpolitik an der Universität Mannheim, verwies in seiner Laudatio auf die Relevanz solcher Forschung, da sie Handlungsoptionen für die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen aufweist.
„Der Wissenschaftspreis bietet uns die Möglichkeit, über unsere Stiftung Verantwortung zu leben und Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben. Seit 2013 zeichnen wir den wissenschaftlichen Nachwuchs gemeinsam mit dem ZEW aus. Ein großes Lob an die beiden Preisträgerinnen Frau Lipowski und Frau Ehrgott für ihre zukunftsweisenden Arbeiten“, erklärt Carsten Müller, Vorstand der Volksbank Kurpfalz Stiftung.
Claudia von Schuttenbach, kaufmännische Geschäftsführerin des ZEW, unterstreicht: „Die prämierten Arbeiten sind wissenschaftlich herausragend. Sie stehen für den innovativen und anwendungsbezogenen Charakter der Forschung am ZEW. Damit fügen sie sich genau in das Spektrum der Ausschreibung des Wissenschaftspreises ein, der den Transfer wissenschaftlicher Forschung in die Praxis fördert. Ich gratuliere beiden Preisträgerinnen herzlich im Namen des ZEW.“
Folgen des technischen Wandels für den Arbeitsmarkt
Cäcilia Lipowskis Dissertation „Technological Change: Origins and Impacts in the Labor Market” (Technologischer Wandel: Ursprünge und Einflüsse) behandelt die Auswirkungen der fortschreitenden Technologisierung auf die Arbeitsmärkte. Unter anderem analysiert sie, wie der Mangel an jungen Fachkräften die Bereitschaft von Unternehmen beeinflusst, neue Technologien zu adaptieren, oder wie sich der technische Fortschritt auf das Angebot an beruflichen Qualifikationen auswirkt.
Die an der Universität Utrecht abgeschlossene Arbeit wurde mit 3.000 Euro gewürdigt und entstand während Lipowskis Zeit als Wissenschaftlerin am ZEW-Forschungsbereich „Arbeitsmärkte und Sozialversicherungen“.
Frauen und Männer nutzen KI unterschiedlich
Über den mit 2.000 Euro dotierten Preis der besten Masterarbeit freut sich Maren Ehrgott. In ihrer Abschlussarbeit im Fachbereich BWL an der Universität Mannheim mit dem Titel „Gender Differences in Cooperation with Artificial Intelligence: An Investigation of Information Processing and Cooperative Behavior“ (Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz: Eine Untersuchung der Informationsverarbeitung und des kooperativen Verhaltens) beschäftigt sie sich mit den geschlechtsspezifischen Unterschieden bei der Nutzung von KI in Unternehmen.
Ihr Befund: Frauen neigen generell dazu, mehr Informationen als Männer zu sammeln. Zudem sind sie anfänglich zurückhaltender gegenüber KI-Anwendungen, entwickeln aber im Verlauf der Interaktion mit KI mehr Vertrauen als Männer. Männer hingegen reagieren häufiger spontan und direkt auf KI-Antworten.
Über den Preis
Mit dem Wissenschaftspreis „Zukunft der Arbeitswelt“ zeichnen die Volksbank Kurpfalz Stiftung und das ZEW Mannheim seit 2013 den wirtschaftswissenschaftlichen Nachwuchs der Region aus. Prämiert werden hervorragende Dissertationen und Masterarbeiten auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften, die an einer Universität oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung – insbesondere der Metropolregion Rhein-Neckar – angefertigt wurden. Ausschlaggebend für die Prämierung sind die fachliche Exzellenz, die praktische Relevanz, ein starker empirischer Schwerpunkt, ein hoher Nutzwert durch eine innovative Problemlösung und die Originalität des Themas.
Die Auswahl der zahlreichen Einreichungen erfolgt durch eine Jury. Der Wissenschaftspreis für die beste Dissertation ist mit 3.000 Euro dotiert, der Preis für die beste Masterarbeit mit 2.000 Euro. Beide Preise sind mit der Möglichkeit zu einem Forschungsaufenthalt am ZEW verbunden und werden jährlich in einem feierlichen Rahmen verliehen.