Zukunft des Industriestandorts Deutschland steht in Frage
ForschungLänderindex Familienunternehmen: Dänemark und Schweden machen Mut
Die Zukunft Deutschlands als Industriestandort steht auf dem Prüfstand, wie der neueste Länderindex der Stiftung Familienunternehmen zeigt. Im Vergleich zu anderen OECD-Staaten schneidet Deutschland weiterhin enttäuschend ab. Während Dänemark und Schweden nun die Spitzenplätze belegen, rangiert Deutschland weit abgeschlagen. Die Autoren/-innen des Länderindex empfehlen dringend umfassende Reformen, darunter die Senkung von Regulierungslasten, ein investitionsfreundliches Steuersystem und Prioritäten auf Infrastruktur und Bildung in den öffentlichen Haushalten.
Deutschland erzielt gute Ergebnisse nur in einem von sechs Indikatoren, nämlich in der Finanzierung. Bei Steuern, Arbeitskosten und Regulierung zeigt sich jedoch ein deutliches Defizit. Die hohe Steuerbelastung ist angesichts der geringen Attraktivität vieler anderer Standortfaktoren besonders problematisch. Bemerkenswert ist, dass mit Dänemark und Schweden kleine EU-Staaten an der Spitze des Rankings liegen. Im Vergleich zu Deutschland setzen beide Länder stärker auf marktorientierte Ansätze, was ihnen in der Klimapolitik und am Arbeitsmarkt Vorteile verschafft.
Trotz einer Verbesserung im Bereich Energie bleibt dieser ein Standortnachteil für Deutschland, da die Preise für Elektrizität und Gas weiterhin hoch sind. Die Ergebnisse des Länderindex spiegeln die Herausforderungen wider, denen deutsche Familienunternehmen gegenüberstehen, und die sich aktuell in Personalabbau und Investitionsschwäche niederschlagen.