Auswirkungen des Euro-Wechselkurses auf das Preisniveau im Euroraum
Das ZEW steht für unabhängige und fundierte Wirtschaftsforschung mit Politikrelevanz. Mit seinen Forschungsthemen agiert das Institut am Puls der Zeit.
Politik- und gesellschaftsrelevante Themen wie Digitalisierung, europäische Integration und Energiewende setzen als übergreifende Fokusthemen die Forschungsagenda. Diese werden von den Forschungseinheiten am ZEW bearbeitet.
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Altersvorsorge & Green FinanceAltersvorsorge und nachhaltige Finanzmärkte
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ArbeitArbeitsmärkte und Sozialversicherungen
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DigitalisierungDigitale Ökonomie
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GesundheitGesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik
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Innovationen & UnternehmenInnovationsökonomik und Unternehmensdynamik
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MärkteMarktdesign
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Soziales & UngleichheitUngleichheit und Verteilungspolitik
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Steuern & FiskalischesUnternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft
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UmweltUmwelt- und Klimaökonomik
Aktuelle Projekte
Auswirkungen des Euro-Wechselkurses auf das Preisniveau im Euroraum
Ziel des Projektes war die Ermittlung der Auswirkungen von Wechselkursbewegungen auf die Preisentwicklung ("exchange-rate pass through") im Euroraum. Während für einzelne Industriestaaten bereits Studien zu diesem Thema existieren, ist der Zusammenhang für den Euroraum bisher noch wenig erforscht. Neben einer Zusammenfassung der bisherigen relevanten Literatur erfolgt mittels ökonometrischer Methoden (Vektor-Error-Correction-Modelle) eine quantitative Bestimmung der Preiseffekte von Wechselkursschwankungen. Als Ergebnis kann gestgehalten werden: Eine zehnprozentige Aufwertung (Abwertung) des Euro-Wechselkurses gegenüber den wichtigsten Handelspartnern (effektiver Wechselkurs) lässt die Konsumentenpreise innerhalb von zwölf Monaten um etwa 0,4 Prozent sinken (steigen). Der Gesamteffekt von etwa 0,8 Prozent stellt sich nach drei Jahren ein. Der Aussenwert des Euro dürfte daher durch seinen Einfluss auf die europäischen Konsumentenpreise für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank eine nicht unwesentliche Rolle spielen.