Optimierung des Verhandlungsgebots auf dem Telekommunikationsmarkt
Non-Refereed Journal // 2024Die Bundesnetzagentur plant, die Frequenznutzungsrechte der etablierten Mobilfunkbetreiber bis 2030 zu verlängern, verbunden mit einem Verhandlungsgebot für den Zugang von 1&1 zu Frequenzen unter 1 GHz. Diese Analyse identifiziert zentrale Schwachstellen des Verhandlungsgebots: fehlende Klarheit über regulatorische Eingriffe bei Nichteinigung, ineffiziente Last-Minute-Effekte, asymmetrische Verhandlungsmacht und Probleme bei der Offenlegung sensibler Informationen. Als Alternative wird ein strukturiertes Auktionsverfahren vorgeschlagen, das die Produktdefinition durch 1&1, einen expliziten Höchstpreis und eine „descending clock auction“ umfasst, um einen effizienteren und transparenteren Vergabeprozess zu ermöglichen.
Wambach, Achim, Axel Ockenfels and Vitali Gretschko (2024), Optimierung des Verhandlungsgebots auf dem Telekommunikationsmarkt, Wirtschaftsdienst – Zeitschrift für Wirtschaftspolitik 104(11) , 794-799